Hauptsache.... es gibt einen Plan B

 

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Die Kapselkontraktur

Ein lösbares Problem in der Brustchirurgie

Eine typische Folgekomplikation einer Brustvergrößerung durch Implantat ist die Kapselkontraktur  (Verhärtung der Membran um das Silikonimplantat). In früheren Zeiten, insbesondere in den Anfängen der Brustvergrößerungen durch  Silikoneinlagen war diese  Komplikation sehr  gefürchtet. Wir konnten durch die konsequente Lagerung der Implantate unter die Brustmuskulatur in unserer Praxis die Rate der Kapselkontraktur deutlich senken.

Im Prinzip handelt es sich eigentlich um eine  ganz   normale  Abwehrreaktion unseres  Organismus gegen  Fremdkörper, die sich ins unserem Körper einsiedeln  wollen. Nur das sich bei der Überreaktion sehr unangenehme  Folgen einstellen.
 

Um jeden implantierten  Gegenstand, sei es Metall, Kunststoff, Goretex, Silikon etc. bildet sich eine Membran von mehr oder minderer Stärke. Man kann es auch als  eine  Art  Narbe  verstehen. Es ist ein Reparatur-Bindegewebe, mit der sich der Organismus gegen Schäden sehr schnell schützen kann.

Durch Erfahrung konnte  man in der Vergangenheit feststellen, dass in Abhängigkeit vom Füllungsmatereial  der Implantatkissen und von der Oberflächenbeschaffenheit  die Ausprägung der Membranverdickung und Verhärtung deutlich  unterschiedlich war.

Am  heftigsten reagierte  das  weiblich  Brustgewebe  auf  flüssiges, öliges  Silikon, das direkt  ins Gewebe gespritzt wurde. Dies hatte in den 50erJahren des letzten Jahrhunderts  fatale, unbehandelbare  Gewebsveränderungen  zur Folge.

Man versuchte   mit unterschiedlichen Füllmaterialien das Gewebsverhalten  zu beeinflussen,  stellte   aber  fest, dass Wasser,  Hydrogel oder Sojaöl  andere  Schwierigkeiten mit sich  brachten und  die Rate  der  kapselverhärtungen sich auch nicht  wesentlich  besserte.

An dieser Stelle seien kurz die  unterschiedlichen Grade  der Kapselbildung erwähnt:
Grad I  ist die  normale Membranbildung um einen Fremdkörper
Grad II ist die  tastbare  Verhärtung der Brust
Grad III ist die  sichtbare Veränderung der Brustform
Grad IV  ist   die schmerzhafte und sichtbare Veränderung der Brust


Die Aufrauhung der Oberfläche und die Gelierung des Inhaltsstoffes der Implantate  brachte dann den großen Durchbruch. Je dicker die Implantathülle und je zähflüssiger der Inhaltsstoff  wurde, desto geringer waren die Gewebsreaktionen.

Ganz verhindern ließen sich damit  die Kapselkontrakturen aber immer noch nicht.

Operationstechnisch kann man sagen, dass es  möglichst wenig  bluten sollte, da mit  verbleibenem Blut auch immer  eine zusätzliche  Vernarbung verbunden ist.

Durch die Verlagerung der Implantate  unter den großen Brustmuskel ließ sich eine weitere deutliche  Reduzierung der Rate beobachten. Dies lässt  sich auch mechanisch logisch ableiten. Bestimmt ist gut bekannt, dass ein Gelenk, das  zBsp durch Gipsruhigstellung nicht mehr bewegt  wird, regelrecht  einrostet. Dahinter steckt als  Ursache auch nichts anderes  als eine Schrumpfung der Gelenkkapsel. Nur durch Bewegung verbleibt ein  menschliches Gelenk flexibel. Bei der Kapsel um das  Implantat herum verhält es sich in keinster Weise anders. Wenn die Brust nicht bewegt wird, schrumpft die kapsel. Dadurch verhärtet sie und verkalkt sogar.

Bei der Aufmuskellagerung des Implantates  -anders ausgedrückt, die Unterdrüsenlagerung oder subglanduläre Lagerung oder epimuskuläre Lagerung-   wird die kapsel zwar  ein wenig  durch das  Wippen der Brust gedehnt, aber ansonsten bewegt sie sich mit dem Muskel bei der Bewegung des Armes mit.

Bei der Untermuskellagerung aber   –oder submuskulären Lagerung-  ist die Kapsel einerseits mit den Rippen verwachsen, andererseits aber auch mit der Unterseite des großen Brustmuskels. Durch das Bewegen des Armes im Schultergelenk , insbesondere durch  die starke Bewegung  des Armes nach hinten mit gleichzeitiger Drehung des Daumens nach unter wird die Kapsel maximal gedehnt und verbleibt weich . Dies ist sehr einfach und hoch wirkungsvoll.

Leider ist auch bei der Untermuskellagerung die Kapselkontraktur nicht ganz zu vermeiden, die Wahrscheinlichkeit aber deutlich  geringer. Wir können bei 20 jähriger Erfahrung auf eine  Rate von unter 1% vorweisen.Wenn sie dann auftritt, kann man auf jeden Fall operativ die Kapsel noch mal von innen durch zickzackförmige Einschnitte verbessern. Das ein Implantat wegen Kapselkontraktur entfernt werden muss, ist heutzutage bei einem geübten Chirurgen die extreme Ausnahme.

Wenn bei der „Aufmuskellagerung“ eine Kapselkontraktur eintritt, ist  die erste Maßnahme die Untermuskelverlagerung. Damit ist nahezu immer ein sehr gutes Ergebnis  zu erzielen.

Operationstechnisch  ist die Untermuskellagerung anspruchsvoller und leider ist sie auch ein wenig  schmerzhafter. Dies aber nur für 1-2 Tage. Preiswerte Operationen verwenden fast immer die Aufmuskellagerung, da sie einfacher ist und  Folgekosten in der Regel nicht einschließen. Die kapselkontrakturrate liegt im zweistelligen Bereich und wenn diese eintritt, dann sind bei der Untermuskelverlagerung noch mal die nahezu vollen Operationskosten  -außer dem Implantat-  zu erwarten.

Nahezu einhellig ist unter plastischen Chirurgen die Meinung heutzutage von Anfang an die Untermuskellagerung zu bevorzugen. 

 

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